Elbphilharmonie


Wegbeschreibungen

Wissenswertes über: Elbphilharmonie

Ein Wahrzeichen der neueren Zeit in Hamburg ist die im November 2016 mit sechsjähriger Verspätung fertiggestellte Elbphilharmonie. Ein „Kulturdenkmal für alle“ soll sie sein.

Auf den Sockel des früheren Kaispeichers A wurde am Kaiserhöft am rechten Ufer der Norderelbe ein moderner Aufbau gesetzt, den eine Glasfassade ziert und sich optisch interessant von der umgebenden Architektur der Backsteinarchitektur aus der Neugotik und der industriellen Prägung des Hafens abhebt.

Im Jahre 2001 stellte Projektentwickler Alexander Gérard sein Konzept für die „Elbphi“ vor, 2007 wurde es durch die Bürgerschaft unter Bürgermeister Ole von Beust beschlossen. Das Architekturbüro Herzog & de Meuron zeichnet verantwortlich für den Entwurf, den die Elbphilharmonie Bau KG, ihre Teilgesellschafter und Hauptfinanzier die Freie und Hansestadt Hamburg annahm und durch den Baudienstleister Hochtief errichten ließ.

Ein 18-monatiger Baustopp im öffentlichen Bereich hatte seinerzeit die Fertigstellung des Konzerthauses verzögert, das Bekanntwerden der Baukosten brachte die Baustelle für längere Zeit in Verruf, weil sie am Ende mehr als elfmal so viel kosten sollte wie geplant, nämlich 866 Millionen Euro.

Am 31. Oktober 2016 konnte der Schlüssel für das Konzerthaus übergeben werden, der Konzertbereich feierte seine Einweihung am 11. Januar 2017 mit dem Konzert „Zum Raum wird hier die Zeit“, gespielt vom NDR Elbphilharmonie Orchester und am 12. Januar 2017 vom Ensemble Resonanz (Kleiner Saal).

Über 600 Konzerte fanden im ersten Jahr nach der Eröffnung statt, die von mehr als 850.000 Menschen besucht worden sind.

26 Geschosse hat das Gebäude insgesamt, vom Erdgeschoss bis zur Plaza im achten Obergeschoss umschließt die Fassade des Kaispeichers A das Gebäude. An seiner höchsten Stelle ist es rund 110 Meter hoch, die niedrigste Stelle misst ca. 80 Meter, sodass das keilförmige Objekt seit seiner Fertigstellung als höchstes bewohntes Gebäude im Hamburg gilt.

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Das Foyer der Konzertsäle und das Hotel erreicht man über die Plaza, zu der eine 80 Meter lange Rolltreppe namens „Tube“, sowie eine weitere Rolltreppe führen. Hier kann man auch das gesamte Gebäude umrunden und die Aussicht über die Norderelbe, die HafenCity, den Hafen und die Hamburger Innenstadt genießen.

Der Boden der Plaza erinnert mit seinen eigens hierfür gefertigten roten Ziegeln an das Aussehen des historischen Speichers.

Schon vor der Eröffnung wurde die Elbphi zum Ziel von Besuchern aus aller Welt, 2019 feierte die Sehenswürdigkeit ihren zehnmillionsten Besucher.

Im großen Konzertsaal finden 2100 Gäste einen Sitzplatz, im Kleinen Saal 550, und im Kaistudio 1 gibt es 170 Sitzplätze.

Besonders aufwändig gestaltete sich die Ausstattung der Konzertsäle durch ihre besondere Gestaltung der Wände, die jedoch bei Experten in der Kritik stehen.

Während im großen Saal die großen Orchester der Welt Konzerte geben, steht der Kleine Saal eher für Events wie Jazzkonzerte oder Bankette.

In der 6. bis 20. Etage der Elbphi findet man seit dem 4. November 2016 das Vier-Sterne-Plus-Hotel „The Westin Hamburg“ mit 244 Zimmern. Hier ist in der 6. Etage ein Spa-Bereich mit Saunen, Fitnessbereich und Pool eingerichtet, im 7. Stock gib es einen Konferenzbereich und ein Restaurant für 170 Gäste.

Neben weiteren gastronomischen Angeboten, der Nutzung der Konzertsäle für kulturelle Ereignisse und dem musikpädagogischen Bereich besteht die Elbphi aus 45 gehobenen Eigentumswohnungen, die mit Kaufpreisen von bis zu 10 Millionen Euro zu den teuersten Immobilien Hamburgs zählen.

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