Hamburger Michel


Wegbeschreibungen

Wissenswertes über: Hamburger Michel

Hamburg, als freie und Hansestadt, führt den deutschen Handelsbund Hanse an. Die Metropolregion ist mit ca. 1,8 Millionen Bürgern die zweitgrößte Stadt Deutschlands. Eines ihrer bekanntesten Wahrzeichen ist sicherlich der Michel, wie der Volksmund die protestantische St. Michaelis-Kirche nennt. Sie ist die bekannteste Barockkirche Norddeutschlands. Wegen ihrer guten Sichtbarkeit von der Elbe aus, gilt der Michel mit seinem 132,14 Meter hohen Turm als Wahrzeichen Hamburgs. Die Kirche ist dem Erzengel Michael geweiht, eine große Bronzestatue über dem Hauptaltar zeigt den Heiligen Michael im Kampf gegen Satan. Zu finden ist der sakrale Bau in der südlichen Neustadt. Im Jahre 1906 war der Michel im Rahmen von Lötarbeiten an schadhaft gewordenen Kupferplatten einem Feuer zum Opfer gefallen, er ist im Jahr 1912 wieder aufgebaut worden. Seine Geschichte ist lang, denn schon um das Jahr 1600 herum wurde der damals noch sogenannte Kleine Michel außerhalb der damaligen Stadtmauern errichtet, den ab 1625 die Einwohner der Hamburger Neustadt für ihre religiösen Zusammenkünfte nutzten. Allerdings wurde die damalige Kapelle für die stetig wachsende Zahl der Gläubigen zu klein und ein größerer Neubau wurde nötig.

Am Standort des heutigen Michel wurde ab 1647 von den Baumeistern Peter Marquard und Christoph Corbinus errichtet.

Am Vormittag des 10. März 1750 wurde der Kirchturm des Gotteshauses im Lauf eines Gewitters von einem Blitz getroffen, was ihn zum Einsturz brachte. Der Turm fiel auf das Hauptgebäude, das unter der Last einstürzte und durch das ausbrechende Feuer in Brand geriet und komplett zerstört wurde.

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1751 wurde der Grundstein für den zweiten Michel gelegt, die Bauzeit sollte bis 1762 dauern, wirklich abgeschlossen wurde der Bau aber erst mit der Fertigstellung des Turms aus Holz und Kupfer aber erst 1786.

Ab dem 19. Jahrhundert nutzte auch die Wissenschaft den Turm des Hamburger Michel: Im Jahr 1802 hat Johann Friedrich Benzenberg hier mit Erfolg Fallexperimente zum Nachweis der Erdrotation durchgeführt und ist damit Léon Foucault mit seinem berühmten Pendelversuch um fast 50 Jahre zuvorgekommen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die gesamte Umgebung der Glaubensstätte durch alliierte Bombenangriffe (Operation Gomorrha) praktisch in Schutt und Asche gelegt, sie selbst blieb hierbei zunächst fast unbeschädigt und hat während des Zweiten Weltkrieges auch zeitweise als Luftschutzbunker gedient. In der Zeit von 1944 bis 1945 trafen allerdings Bomben das Hauptschiff der Kirche. Ab 1947 bis ca. 1952 dauerte die Beseitigung der Schäden, 1952 wurde der Michel wieder eingeweiht. Der Taufstein und der sogenannte Gotteskasten aus dem Jahr 1763 sind erhalten geblieben.

Der Turm mit seiner Aussichtsplattform in 83 Metern Höhe ist bis heute ein beliebtes Touristenziel. Wer sich die 452 Stufen dort hinauf sparen möchte und auch die 52 Stufen bis zum Aufzug im ersten Stockwerk scheut, kann via Webcams den Ausblick über die Hansestadt genießen.

Die Uhr im Turm des Michel ist die größte ihrer Art in Deutschland, sie wurde von einem Vorfahren des bekannten Grafikers Tomi Ungerer gebaut und war seit 1911 in Betrieb. 1964 wurde sie auf Elektroantrieb umgestellt und hat seit 1994 eine Funksteuerung.

Morgens um 10 Uhr und abends um 21 Uhr trompetet der Türmer vom Michel einen Choral auf der Plattform auf 106 Metern Höhe über die Dächer von Hamburg.

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