Reeperbahn


Wegbeschreibungen

Wissenswertes über: Reeperbahn

Vom Millerntor in Richtung Westen verläuft in Hamburgs Stadtteil St. Pauli die Reeperbahn. Sie steht symbolisch für das Vergnügungsviertel, in dem auch das Hamburger Rotlicht-Milieu angesiedelt ist. Auf etwa 930 Metern Länge finden sich hier zahlreiche Kneipen, Bars, Diskotheken, Restaurants und Nachtclubs. Man nennt sie auch die „sündigste Meile der Welt“.

Zu ihrem Namen kam die Straße, weil dort die Taumacher und Seiler ihre Werkstätten hatten. Die benötigten für die Herstellung der Schiffstaue viel Platz, weil die langen Seile auf einer sogenannten Reepschlägerbahn gefertigt wurden.

Reeperbahn ist der plattdeutsche Begriff für das hochdeutsche „Reiferbahn“. Auf so einer Reeperbahn konnten Seile von dreihundert Metern Länge gefertigt werden. Im Vergleich hierzu konnte man auf ihrem kleineren Äquivalent, der Seilerbahn, nur Seile von bis zu 50 Metern produzieren.

Eine einzige Reeperbahn ist in Hamburg heute noch verblieben, sie befindet sich in Hamburg-Hausbruch an der südlichen Elbseite.

1860/61 kam es zur Aufhebung der Hamburger Torsperre und Hamburg dehnte sich über die damaligen Grenzen hinaus aus. Man konnte sich hier ansiedeln und dennoch am städtischen Handel teilhaben. Ab 1826 hatte der Architekt Carl Ludwig Wimmel zwischen dem Hamburger Berg und dem Millerntor eine kleine Häuserreihe bauen lassen, einige der Häuser wurden allerdings den in den 1880er Jahren angelegten Querstraßen Hein-Hoyer-Straße und Bremer Straße geopfert und abgerissen.

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Historisch gesehen, ist die heutige Reeperbahn allerdings nicht die tatsächliche Bahn der Reeper. Die befand sich auf der parallel verlaufenden Simon-von-Utrecht-Straße. Zwischen den beiden Straße liegt die Seilerstraße. Der heutige Begriff Reeperbahn als „Sündenmeile“ beschränkt sich nicht nur auf die Straße Reeperbahn als solche, sondern durchaus auch auf ihre nähere Umgebung, die von Anwohner als Kiez bezeichnet wird.

Parallel zur Reeperbahn befindet sich im Süden die Herbertstraße, eine Bordellstraße, die nur zu Fuß und durch zwei Sichtblenden hindurch betreten werden kann.

Auf der Reeperbahn gibt es viele Nachtclubs, Bars und Diskotheken, die fensterlose Kneipe „Zur Ritze“ mit eigenem Boxkeller, sowie unterschiedlichste Lokale in den Seitenstraßen, wie der Großen Freiheit oder am Hans-Albers-Platz.

Parallel zur Reeperbahn gibt es neben der bekanntesten deutschen Polizeiwache, der Davidwache, das St.-Pauli-Theater, das Schmidt Theater und Schmidts Tivoli und das Operettenhaus und das Wachsfigurenkabinett Panoptikum. Bekannte Etablissements im Erotikbereich sind das Dollhouse, das Safari Bierdorf und das A la Charm. Den Club de Sade als ältesten SM-Klub Europas gibt es seit den 1960er Jahren.

Im Operettenhaus wurden zahlreiche Musicals aufgeführt:

Cats von Andrew Lloyd Webber – auf Deutsch

Mamma Mia! Das ABBA-Musical (dt. Version)

Ich war noch niemals in New York

Sister Act

Rocky – fight from the heart

Hinterm Horizont

Berühmt wurde die Reeperbahn mit dem von Hans Albers gesungenen Lied „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ im Film „Große Freiheit Nr. 7“ (UFA 1943). Auf dem Hans-Albers-Platz steht sein Denkmal.

1960ern: Beatles-Auftritte im „Star-Club“, „Kaiserkeller“, „Top Ten Club“ und im „Indra“. Der Beatles-Platz erinnert hieran. Der einzige Stern auf dem Gehsteig der Reeperbahn gehört zu Udo Lindenberg. Er hat die geile Meile“ mit „Reeperbahn“ besungen, ebenso Tom Waits mit seinem gleichnamigen Lied.

Jährliche Großveranstaltungen:

Reeperbahn-Festival, Schlagermove, Harley Days,

September 2011: Richtfest für die Tanzenden Türme.

2013: Wiedereröffnung Mojo Club

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